Wie der
Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) vergangene Woche berichtete, sind für das Jahr 2010 zahlreiche neue Medikamente in der Pipeline.
Insbesondere die Behandlung von Krebs, Herz- und Lungenkrankheiten, Infektionen, Osteoporose und gynäkologischen Erkrankungen steht dabei im Fokus.
Laufende und gerade abgeschlossene Zulassungsverfahren für Medikamente machen dies deutlich.
So sollen die chronisch-obstruktive Lungenkrankheit (Sammelbegriff für Krankheiten der Lunge, die mehrheitlich mit Husten, vermehrtem Auswurf und Atemnot einhergehen)
sowie unterschiedliche Formen der Herzkrankheit Vorhofflimmern besser behandelbar werden. Zudem sollen zwei neue Antibiotika auf den Markt kommen. Sie wirken auch gegen
Bakterien, die gegen ältere Antibiotika resistent geworden sind.
Rund 30 der Medikamente basieren voraussichtlich auf neuen Wirkstoffen. Weitere Arzneimittel unterscheiden sich durch eine neue Darreichungsform von bereits bestehenden
Präparaten. Somit werden sie gegen eine weitere Krankheit einsetzbar - etwa gegen Lungenhochdruck oder die Frauenkrankheit Endometriose, eine schmerzhafte chronische
Erkrankung, bei der sich Gewebe an Eierstöcken, Eileitern, Darm, Blase oder dem Bauchfell ansiedelt. Bei Janssen-Cilag ist für 2010 die Einführung eines neuen Präparats
gegen Epilepsie sowie die Indikationserweiterung eines Arzneimittels speziell gegen die bipolare Störung geplant. Das Unternehmen forscht zudem weiterhin in verschiedenen
Indikationen an neuen, innovativen Medikamenten.
Gegen seltene Erkrankungen wie den Blutplättchen-Mangel, durch den Patienten wiederholt an Blutungen leiden, werden rund ein Viertel der neuen Medikamente wirken.
Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des vfa: "Damit setzen die Unternehmen den Trend der letzten Jahre fort, sich auch bei seltenen Krankheiten für bessere
Behandlungsmöglichkeiten zu engagieren."
Die vollständige Pressemitteilung des vfa finden Sie hier.