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23/07/2010  -  Reiseapotheke für den Urlaub
Beim Medikamentenkauf insbesondere in ärmeren Ländern laufen Urlauber häufig Gefahr, gefälschte Arzneimittel zu erstehen. Um sich davor zu schützen, empfiehlt die thüringische Gesundheitsministerin die Mitnahme einer eigenen Reiseapotheke.

Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer in Berlin, warnt Urlauber vor dem Kauf von Medikamenten im Ausland: "Auch falls ein Medikament im Ausland preiswerter ist: Die Schnäppchenjagd kann lebensgefährlich sein." Insbesondere auf Wochenmärkten und bei fliegenden Händlern sei die Gefahr besonders hoch, gefälschte Arzneimittel zu erwischen. Diese könnten andere Wirkstoffe enthalten als deklariert, andere Wirkstoffkonzentrationen oder sogar gar keinen Wirkstoff. Die Einnahme solcher Plagiate sei riskant für die Gesundheit. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit rund 8% bis 10% aller Medikamente gefälscht.

Wer eine dauerhafte Medikamentenversorgung benötigt, sollte daher für den Urlaub eine genügende Menge mitnehmen oder sich diese gegebenenfalls im Voraus vom Arzt verordnen lassen. Dabei darf aber nur die Menge an Arzneien mitgeführt werden, die auch für den persönlichen Bedarf bestimmt ist, da diese sonst vom Zoll konfisziert werden. So ruft Heike Taubert, Thüringens Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, dazu auf, auch im Urlaub an die Gesundheitsvorsorge zu denken: "In Sachen Gesundheit sind wir hierzulande gut versorgt. Aber im Ausland ist das oft nicht so. Darum rate ich, schon beim Kofferpacken darauf zu achten, eine gute ausgestattete Reiseapotheke einzupacken. Sie sollte zu einer Reise gehören wie persönliche Papiere und Flugtickets auch."

Der Inhalt der Reiseapotheke sollte dabei von der Dauer der Reise, dem Ziel und der Reiseart bestimmt werden. Auf jeden Fall dabei sein sollten Schmerzmittel, ein fiebersenkendes Medikament, Mittel gegen Durchfall und Übelkeit sowie ein Produkt gegen Insektenstiche. Auch Fieberthermometer, Desinfektionsmittel, Wund- und Heilsalbe sowie Pflaster, Mullbinden und Kompressen zur Behandlung kleinerer Blessuren sind wichtig. Umfragen besagen, dass es bei fast 50% aller Urlaubsreisenden zu Erkrankungen kommt.


Redaktion und Copyright: Unicepta Gesellschaft für Medienanalyse mbH

Die Janssen-Cilag GmbH stellt Patienten und deren Angehörigen auf diesen Seiten einen allgemeinen Informationsservice mit aktuellen Nachrichten aus dem Bereich Gesundheitspolitik zur Verfügung.