09/05/2007
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Stammzelltherapie bei Anämie noch nicht ausreichend geprüft
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KÖLN/SIEGBURG (MedCon) - Die aplastische Anämie ist eine extreme Form der Blutarmut. Sie entsteht, wenn Stammzellen - Vorläuferzellen von Blutzellen - im Knochenmark geschädigt werden. Ursache für die Schädigung kann zum Beispiel eine Chemotherapie bei Krebs sein. Eine neue Therapiemöglichkeit ist die Transplantation von Spender-Stammzellen, die die geschädigten Stammzellen des Patienten ersetzen sollen.
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Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat jetzt einen Bericht zur Stammzelltransplantation bei aplastischer Anämie veröffentlicht. In diesem Bericht stellt das Institut fest, dass bisher noch keine verlässliche Bewertung der Transplantation von körperfremden Stammzellen möglich sei. Es gebe "keine gesicherten Daten", die erlauben würden, einen Vergleich dieser Therapie mit der Immunsuppression anzustellen. Das IQWiG spricht sich daher dafür aus, die Stammzellspende derzeit "nur im Rahmen von adäquaten klinischen Studien" einzusetzen.
Nun liegt der Bericht beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), der darüber entscheiden muss, ob und in welchem Umfang die Stammzelltransplantation bei nichtverwandten Spendern von den Krankenkassen erstattet werden muss. G-BA-Chef Dr. Rainer Hess sprach sich gegen jegliche vorherige Festlegungen aus. Das Verfahren sei noch völlig offen. "Wir werden auch in diesem Fall - wie immer - sehr sorgfältig prüfen, inwieweit diese Methode, trotz der teilweise sehr schweren Nebenwirkungen weiterhin als Leistung der GKV erbracht werden kann." Der Ausschuss müsse bei seiner Entscheidung auch den Schutz von Patienten und Spendern vor den teils extremen Nebenwirkungen der Therapie sicherstellen.
Quelle: MedCon
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