22/01/2008
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Perspektive 2020 - Gesundheit als Chance! Ideenwettbewerb als Auftakt für die 5. Janssen-Cilag Delphi-Studie zur Zukunft des Gesundheitswesens
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Neuss/Berlin, 22. Januar 2008 - Wie wird unser Gesundheitswesen im Jahr 2020 aussehen? Welche Weichen müssen heute gestellt werden, um morgen eine optimale und auf die Bedürfnisse der Versicherten zugeschnittene Gesundheitsversorgung zu ermöglichen? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der fünften Delphi-Studie des forschenden Arzneimittelherstellers Janssen-Cilag "Perspektive 2020 - Gesundheit als Chance". Auftakt der Studie ist ein Ideenwettbewerb zu möglichen Entwicklungsszenarien des Gesundheitssystems. Mit diesem Wettbewerb möchte Janssen-Cilag den wissenschaftlichen Nachwuchs an der fünften Delphi-Studie beteiligen. Die Gewinner und ihre Ideen wurden am 22. Januar in Berlin vorgestellt.
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Das mit dem ersten Preis ausgezeichnete Team schlägt das Konzept einer Bürgerprivatversicherung mit individuellen risikobezogenen Altersrückstellungen vor (1). Jeder Jahrgang trägt sozusagen "sein" Risiko. Durch mehr Wettbewerb soll die Effizienz des Systems gesteigert werden. Der Laudator, Professor Jürgen Wasem, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftungslehrstuhl für Medizinmanagement am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Universität Duisburg-Essen, hob in seiner Würdigung hervor: "... das Konzept der Bürgerprivatversicherung ist nicht wirklich komplett neu. Aber den Kölner Autoren ist es gelungen, eine schlüssige, gut durchdachte Version davon zu verfassen. Das Modell setzt auf das Kapitaldeckungsverfahren mit übertragbaren individuellen prospektiven Alterungsrückstellungen. Die Autoren gehen davon aus, dass dieses Modell bessere Anreize für die Krankenversicherer für die Prävention bietet als das Umlageverfahren mit morbiditätsorientiertem Risikostrukturausgleich (RSA). Wenn man über die Einführung der Kapitaldeckung spricht, drängt sich natürlich sofort die Frage auf: Wie soll der Übergang gestaltet werden. Die Kölner schlagen hier ein ziemlich interessantes Modell vor: Es soll ein Sondervermögen gebildet werden, mit dem die implizite Schuld des Umlageverfahrens explizit gemacht wird und der Übergangsgeneration individuelle Alterungsrückstellungen zugerechnet werden." Die Gewinner kommen von der Universität zu Köln vom Lehrstuhl von Professor Johann Eekhoff. Ihr Beitrag wurde mit 5.000 Euro ausgezeichnet.
Der Jury gehörten neben Professor Wasem auch Professor Eberhard Wille, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, Universität Mannheim, und Dr. Marcel Mangen, Geschäftsführer der Janssen-Cilag GmbH, an. Mit dem zweiten und dritten Platz zeichneten sie zwei Teams von der Universität Bayreuth aus. Das Team vom Lehrstuhl von Professor Peter Oberender (2) setzt auf einen positiv definierten Basisleistungskatalog sowie einen Zusatzkatalog finanziert über Kopfpauschalen. Geringverdiener erhalten Gutscheine aus Steuermitteln. Das dritte Team vom Lehrstuhl von Professor Volker Ulrich schlägt einen "Gesundheitsriester" als partielle Innovationsfinanzierung vor, der wie in der Rentenversicherung auf eine private Vorsorge baut. Eine wichtige Rolle spielen hier Modellvorhaben. Die Versorgungsforschung soll den Nutzen von Innovationen in der Praxis bewerten.
"Wir freuen uns sehr über die rege Beteiligung an dem in dieser Form erstmalig ausgeschriebenen Ideenwettbewerb", hob Toon Overstijns, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Janssen-Cilag hervor. "Wir wollen mit unserer Delphi-Studienreihe Impulse für die gesundheitspolitische Diskussion geben und dazu beitragen, neue Wege für die Zukunft zu finden und zu beschreiten. Gestalten wird das Gesundheitswesen von 2020 die nächste Generation. Deshalb halten wir es für sinnvoll und notwendig, Vertreter des wissenschaftlichen Nachwuchses in die Diskussion mit einzubinden."
Die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs fließen in die erste Phase der fünften Delphi-Studie ein. Unter Mitwirkung eines Expertenbeirates mit namhaften Vertretern aus unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens werden Szenarien entworfen. Experten und die Bevölkerung sind anschließend gefragt, diese Szenarien zu bewerten. Wissenschaftlich betreut wird die fünfte Delphi-Studie von Professor Jürgen Wasem, Gesundheitsökonom an der Universität Duisburg-Essen und dem Berliner Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES). Die Ergebnisse sollen im Herbst 2008 vorliegen.
Die Janssen-Cilag GmbH gehört zu den zehn führenden forschenden Pharmaunternehmen in Deutschland. Wichtige Kompetenzfelder des Unternehmens sind Anästhesie und Schmerz, Mykologie, Nephrologie, Neurologie und Psychiatrie, Onkologie, Infektiologie/Virologie sowie Veterinärmedizin. 180.000 Neusynthesen entwickelte die Janssen-Cilag Forschung bis heute. Aus 80 davon entstanden neue Arzneimittel. Fünf dieser Substanzen stehen auf der Liste der unverzichtbaren Arzneimittel der WHO.
(1) Mitglieder des Hochschulteams waren Prof. Dr. Johann Eekhoff, Vera Bünnagel, Susanna Kochskämper und Kai Menzel (alle Universität Köln, Wirtschaftspolitisches Seminar).
(2) Dieser Beitrag wurde von Andreas Schmid, Florian Huber, Claudia Nowitzki, Johannes Bretscher (alle Gesundheitsökonomie, Universität Bayreuth), Julia Strobel (Betriebswirtschaftslehre, Universität Bayreuth) und Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender (Prof. em. Volkswirtschaftslehre/Mikroökonomie, Universität Bayreuth) verfasst.
(3) Mitglieder dieses Hochschulteams waren Udo Schneider, Prof. Dr. Volker Ulrich und Jürgen Zerth von den Lehrstühlen für Volkswirtschaftslehre III (Finanzwissenschaft) und Volkswirtschaftslehre IV (Mikroökonomie) der Universität Bayreuth.
Die vollständige Presseinformation können Sie
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Janssen-Cilag GmbH
Kontakt: Kristina Wolff
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Edelman GmbH
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