27/03/2009
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Fällt das Gehen schwer? Versuchen Sie es mit gehen!
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Menschen mit der schmerzhaften peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) können ihre Gehleistung verbessern, indem sie Zeit auf einem Laufband verbringen, wie US-Forscher berichten.
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Patienten mit PAVK leiden häufig unter lähmenden Schmerzen und Krämpfen, wenn sie sich nur leicht sportlich betätigen. Um diese Schmerzen zu vermeiden, treiben sie häufig keinen Sport - doch das kann alles nur noch schlimmer machen.
Forscher der Northwestern University in Chicago wollten herausfinden, ob ein durch einen persönlichen Trainer überwachtes Gehtraining Patienten mit der Erkrankung, von der alleine in den USA acht Millionen Menschen betroffen sind, helfen kann.
"Es handelt sich um eine wichtige neue Erkenntnis für Patienten mit PAVK", sagte Dr. Mary McDermott von der Northwestern, deren Studie im Journal of the American Medical Association erschienen ist, in einem Kommentar. "Die Leute sagten, dass es ihnen hinterher viel leichter gefallen sei, zu gehen."
Sport kann die durch die Arterienerkrankung verursachten Schmerzen verschlimmern, da er eine verstärkte Durchblutung der Muskulatur verlangt. Wenn eine Blockade den Blutfluss unterbricht, erhalten die Muskeln nicht ausreichend Blut. Dies führt zu einer Form von Schmerz, die als Claudicatio intermittens bezeichnet wird und kommt und geht.
Studien haben herausgefunden, dass Menschen mit diesem klassischen Symptom von sportlichem Training profitieren. Doch viele Patienten mit PAVK weisen diesen Schmerz nicht auf und es war unklar, ob auch sie einen Nutzen aus sportlicher Betätigung ziehen würden.
McDermott und ihre Kollegen untersuchten 156 Patienten, die in drei Gruppen eingeteilt wurden: eine Gruppe trainierte unter Aufsicht dreimal die Woche jeweils 40 Minuten auf einem Laufband; die zweite Gruppe machte dreimal die Woche Übungen zur Kräftigung der Beine; die dritte Gruppe diente als Vergleichsgruppe und betätigte sich überhaupt nicht sportlich.
Nach sechs Monaten schafften die Teilnehmer in der Gruppe mit Gehtraining bei einem Sechs-Minuten-Gehtest auf dem Laufband rund 21 Meter mehr - verglichen mit der Strecke, die sie zu Studienbeginn in sechs Minuten zurücklegen konnten. Zudem hatte sich bei ihnen die Herz-Kreislauf-Gesundheit verbessert, was Messungen des Blutflusses in einer Armarterie zeigten.
Die Studienteilnehmer in der Vergleichsgruppe, die nicht trainiert hatten, verschlechterten sich. Die Distanz, die sie in sechs Minuten auf dem Laufband zurücklegen konnten, verringerte sich um knapp 15 Meter.
Die Personen in der Gruppe, die Kräftigungsübungen gemacht hatte, profitierten ebenfalls. Sie gaben an, leichter Treppen steigen zu können und auch beim Gehtest zeigten sie eine verbesserte Leistung. "Wir haben festgestellt, dass eine Kräftigung der Beinmuskulatur gewisse Vorteile bringt. Sie verbessert die Lebensqualität", sagte McDermott in einem Telefoninterview.
McDermott sagte, die Ergebnisse legten nahe, dass Ärzte ihre Patienten mit PAVK ermutigen sollten, regelmäßig Sport zu treiben, vorzugsweise mit einem persönlichen Trainer, der daneben steht und sie anspornt. "Es ist besonders schwer, diese Patienten zum Sport zu motivieren, da sie beim Gehen Beschwerden in den Beinen bekommen", sagte sie. "Einen Trainer daneben stehen zu haben, der sagt ?Mach weiter. Ich weiß, dass du es kannst' ist der Schlüssel zum Erfolg." Doch auch ohne Trainer könnte gehen helfen. "Basierend auf dem, was ich weiß, ist etwas Bewegung besser als gar keine Bewegung", sagte sie.
Journal of the American Medical Association, Vol. 301 No. 2, January 14, 2009 - Bild: fotolia.de, Marin Conic
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